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Winzer und Terroir:
Roman Niewodniczanski hat mit der Wiederbelebung des historischen Weingutes Van Volxem in Wiltingen an der Saar eine Heldentat begangen, für die ihn der Shopbetreiber gerne für das Bundesverdienstkreuz vorschlagen würde - wenn das möglich wäre. In nur wenigen Jahren ist dieses Weingut zu dem Kultweingut Deutschlands schlechthin geworden, sozusagen als deutsches Pendant zu Chateau Petrus in Frankreich. Hauptaugenmerk gilt der Rekultivierung alter Weinberge an der Saar, die zu den besten Weißwein-Terroirs der Welt zählen. Unter ihnen ist der Wiltinger Gottesfuß möglicherweise der (nicht nur optisch) herausragendste, (zusammen mit dem berühmteren Scharzhofberg und dem Kanzemer Altenberg): Süd- Ausrichtung, einem Amphitheater aus Reben gleichend und so steil aufragend, dass man sich unten stehend in der Tat am "Fuße Gottes" wähnt. Bepflanzt mit schon prähistorischen, bis zu 120jährigen wurzelechten Reben von allerbester, nirgends sonst mehr anzutreffender Ur-Genetik (extrem schwachwüchsig, kleinbeerig und ertragsarm, dafür umso aromatischere und konzentriertere Trauben). Dieser Weinberg verkörpert die Apotheose des Rieslings, der edelsten weißen Rebsorte der Welt!
Der Jahrgang 2005:
Das Jahr 2005 scheint in weiten Teilen Europas ein echter Volltreffer der Natur zu sein, so auch in Deutschland und ganz besonders in dessen nördlichen Anbaugebieten. Hinzu kommt die Jahr für Jahr fortschreitende Erholung der unter den Vorbesitzern misshandelten uralten Weinberge des Weingutes Van Volxem. So ist 2005 möglicherweise die bisherige Krönung im Schaffen von Roman Niewodniczanski mit Weinen von unglaublicher barocker Fülle, extremer Dichte und kaum abzuschätzendem Lager- und Entwicklungspotential.
Farbe:
Der Van Volxem Gottesfuss Alte Reben ist intensiv goldgelb mit leichtem Grünstich, Resultat einer mehrtägigen Vormazeration auf den Beerenschalen und äußerst niedriger Erträge (sog. "Goldbeeren" mit unter 25l/Ar im tiefen November gelesen). Starke "Kirchenfenster" (Schlieren) am Glas, viskos und geradezu dickflüssig beim Schwenken. Schon optisch zeigt sich die gewaltige Konzentration dieses Weinmonuments.
Duft:
Weiße und rote (!) Johannisbeeren, Stachelbeeren, reife Pfirsiche, Waldhonig, Orangenschalen, sehr reifes gelbfleischiges Obst, frisch aufgeschnittene Apfelschnitzen, Darjeelingtee-Blätter, Kräuterbutter (!), rauchige Mineralität (Feuerstein), im Hintergrund Fliederblüten, Holunder und Anklänge von Vanille und Geißblatt. Die Entdeckung und Aufzählung der Aromen scheint kein Ende nehmen zu können. Ein unglaublich komplexes Bukett. Einzigartig!
Geschmack:
Am Gaumen ist der Wein in für Van Volxem schon typischer Manier extrem dicht, ölig und extraktreich und von solcher Opulenz, dass er einen viel größeren als den tatsächlichen Alkoholgehalt (eher moderate 12,5%) vorgibt. Von schlagsahneartiger Cremigkeit und Schmelz, wie ein weißer Balsamico, scheint dieser Wein im Mund aus allen Nähten zu platzen, so ungeheuer kraftvoll, körperreich und gewaltig ist er. Weiße und rote (!) Beeren wechseln sich mit kraftvoller, ungemein reifer und weicher Säure ab, dazu gesellt sich eine riesenhafte Mineralität, bis schließlich der Spannungsbogen mit einem verschwenderisch langen Abgang voller roter Pampelmusen ausklingt. Intensität und Harmonie nehmen mit fortschreitender Belüftung noch erheblich zu und lassen auf ein überragendes Lagerpotential von mindestens 10-15 Jahren schließen. Also bitte unbedingt vorher karaffieren oder die schon geöffnete Flasche einfach nur mit Stopfen für Tage oder sogar Wochen (!) in den Kühlschrank stellen! Das letzte Glas ist dann erfahrungsgemäß das beste und aromatischste.
Gesamteindruck:
Ein hünenhafter Riese ganz nach dem Ebenbild seines Erzeugers (der misst stattliche 2,03 m), einfach ein extrem großer Wein, die schiere Perfektion und schlicht der weiße Lieblingswein des Shopbetreibers! Von Parker mit vorläufigen (91-94) Punkten vollkommen unterbewertet und geradezu missverstanden!
Speiseempfehlung:
Kraftvolle Fischgerichte wie Loup de mer in Salzteig, helles Fleisch oder einfach solo in huldvoller Andacht, sozusagen als kulinarischer "Gottesdienst" zu Füßen der Lage "Gottesfuß".
Weitere Alte-Reben Weine von Van Volxem:
2006er Gottesfuß Alte Reben - Mosel-Saar-Ruwer |
2007er Gottesfuß Alte Reben - Mosel-Saar-Ruwer |
2007er Saar Riesling - Mosel-Saar-Ruwer
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Preis: 29,90 €
Endpreis inkl. 19% MwSt.
MwSt.-Anteil entspr.: 4,77 €
zzgl. Versandkosten 10,- €
pauschal pro Bestellung
Literpreis inkl. MwSt.: 39,86 €
Inhalt: 750 ml
Status: ausgetrunken
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