Alte-Reben Weine von Teja Heise
 
 
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Van Volxem
¬ 2006er Gottesfuss
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  Weingut Van Volxem
2006er Wiltinger Gottesfuss Alte Reben - Mosel-Saar-Ruwer

Winzer und Terroir: Roman Niewodniczanski hat mit der Wiederbelebung des historischen Weingutes Van Volxem in Wiltingen an der Saar eine Heldentat begangen, für die ihn der Shopbetreiber gerne für das Bundesverdienstkreuz vorschlagen würde - wenn das möglich wäre. In nur wenigen Jahren ist dieses Weingut zu dem Kultweingut Deutschlands schlechthin geworden, sozusagen als deutsches Pendant zu Chateau Petrus in Frankreich. Hauptaugenmerk gilt der Rekultivierung alter Weinberge an der Saar, die zu den besten Weißwein-Terroirs der Welt zählen. Unter ihnen ist der Wiltinger Gottesfuß möglicherweise der (nicht nur optisch) herausragendste, (zusammen mit dem berühmteren Scharzhofberg und dem Kanzemer Altenberg): Süd- Ausrichtung, einem Amphitheater aus Reben gleichend und so steil aufragend, dass man sich unten stehend in der Tat am "Fuße Gottes" wähnt. Bepflanzt mit schon prähistorischen, bis über 120jährigen wurzelechten Reben von allerbester, nirgends sonst mehr anzutreffender Ur-Genetik (extrem schwachwüchsig, kleinbeerig und ertragsarm, dafür umso aromatischere und konzentriertere Trauben). Dieser Weinberg verkörpert die Apotheose des Rieslings, der edelsten weißen Rebsorte der Welt!

Der Jahrgang 2006: Das Jahr 2006 war in Deutschland eines der heterogensten der vergangenen zwei Jahrzehnte. Im Süden eine mittlere Katastrophe mit extremem Fäulnisdruck in den Weinbergen, die schließlich in einer verfrühten Paniklese im Dauerregen endete. Die nördlichen Regionen hatten dagegen weitaus weniger Probleme und überdies einen über viele Wochen traumhaft sonnigen Bilderbuchherbst, genau richtig für den ohnehin erst extrem spät ausreifenden Riesling. Hinzu kommen Jahr für Jahr die fortschreitende Erholung der unter den Vorbesitzern misshandelten Weinberge und nicht zuletzt auch die stilistische Weiterentwicklung des Weingutes Van Volxem.

Farbe: Strahlendes Gold mit grünlichen und orangen Reflexen, Resultat einer mehrtägigen Vormazeration auf den Beerenschalen und äußerst niedriger Erträge. Starke "Kirchenfenster" (Schlieren) am Glas, viskos und geradezu dickflüssig beim Schwenken. Schon optisch zeigt sich die gewaltige Konzentration dieses Weinmonuments, sichtbar gemachter Extrakt.

Duft: Wie in den Vorjahren extrem vielschichtig und komplex, weiße und rote (!) Johannisbeeren, Stachelbeeren, reife Pfirsiche, Waldhonig, Orangenschalen, Mirabellen, überreife Birnen und frisch aufgeschnittene Apfelschnitzen. Im Hintergrund Darjeeling-Teeblätter, Kräuterbutter (!), Toastbrot, gebrannte Mandeln und Karamell, dazu rauchige Mineralität (Feuerstein), im Hintergrund Fliederblüten, Holunder und Anklänge von Vanille und Geißblatt. Die Entdeckung und Aufzählung der Aromen scheint kein Ende nehmen zu können. Ein an Variantenreichtum, Diversifikation und Multidimensionalität nicht zu überbietendes Bukett. Einzigartig!

Geschmack: Am Gaumen ist der Wein in für Van Volxem schon typischer Manier extrem dicht, ölig und extraktreich und von solcher Opulenz, dass er einen viel größeren als den tatsächlichen Alkoholgehalt (sehr moderate 11,5%) vorgibt. Von schlagsahneartiger Cremigkeit und Schmelz, wie ein weißer Balsamico, scheint dieser Wein im Mund aus allen Nähten zu platzen, so ungeheuer kraftvoll, körperreich und gewaltig ist er. Weiße und rote (!) Beeren wechseln sich mit kraftvoller, ungemein reifer und weicher Säure ab, dazu gesellt sich eine riesenhafte Mineralität, bis schließlich der Spannungsbogen mit einem verschwenderisch langen Abgang voller roter Pampelmusen ausklingt. Intensität und Harmonie nehmen mit fortschreitender Belüftung noch erheblich zu und lassen ein überragendes Lagerpotential von mindestens 10-15 Jahren erwarten. Also bitte unbedingt vorher karaffieren oder die schon geöffnete Flasche einfach nur mit Stopfen für Tage oder sogar Wochen (!) in den Kühlschrank stellen! Das letzte Glas ist dann erfahrungsgemäß das beste und aromatischste.

Gesamteindruck: Der Gottesfuß ist und bleibt ein singulärer, hünenhafter Riese ganz nach dem Ebenbild seines Erzeugers (der misst stattliche 2,03 m), einfach ein extrem großer Wein, die schiere Perfektion und schlicht der weiße Lieblingswein des Shopbetreibers! Von Parker mit vorläufigen (90-91+) Punkten vollkommen unterbewertet und wieder einmal geradezu missverstanden (zu wenig Alk-Dröhnung für den Amerikaner?)! Von der Stilistik her wie ein Verschnitt aus den beiden Vorgängerjahrgängen 2004 (Frische und Finesse) und 2005 (cremige Opulenz).

Speiseempfehlung: Kraftvolle Fischgerichte wie Loup de mer in Salzteig, helles Fleisch oder einfach solo in huldvoller Andacht, sozusagen als kulinarischer "Gottesdienst" zu Füßen der Lage "Gottesfuß".

Weitere Alte-Reben Weine von Van Volxem:
Van Volxem - 2007er Gottesfuß Alte Reben - Mosel-Saar-Ruwer | Van Volxem - 2008er Alte Reben Riesling - Mosel-Saar-Ruwer | Van Volxem - 2011er Saar Riesling Mosel-Saar-Ruwer

Weingut Van Volxem 2006er Wiltinger Gottesfuss Alte Reben Mosel-Saar-Ruwer, ZOOM durch Klick Preis: 29,90 €
Endpreis
inkl. 19% MwSt.
MwSt.-Anteil entspr.: 4,77 €
zzgl. Versandkosten 10,- €
pauschal pro Bestellung
Literpreis inkl. MwSt.: 39,86 €
Inhalt: 750 ml
Status: Verfügbar

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Wiltinger Gottesfuß 120jährige, wurzelechte Riesling-Rebe