Alte-Reben Weine von Teja Heise
 
 
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  Vernichtungswerk und wie alt kann eine Rebe werden?
 

Fatales Vernichtungswerk

Dennoch werden Jahr für Jahr kerngesunde, aber eben ertragsschwache und deshalb als unwirtschaftlich geltende Altreben auf der ganzen Welt gerodet und vernichtet, ohne Respekt vor dem gewaltigen Qualitätspotential und der vorangegangenen Arbeit womöglich mehrerer Winzergenerationen. Aus dem Bedürfnis, wenigstens noch den "Saft" dieser Reb-Großmütter zu ergattern, wuchs der kleine private Weinkeller des Shop-Betreibers stetig - um mittlerweile hoffnungslos aus allen Nähten zu platzten. Hieraus wiederum entstand die Idee, eine kleine private Auswahl der seltenen Gewächse auch anderen Weinenthusiasten via Internet zukommen zu lassen. Das Angebot ist folglich äußerst begrenzt.

Wie alt kann eine Rebe werden?

Wird sie in der Jugend im Ertrag nicht überfordert und nicht durch zu viele zu versorgende Trauben "ausgeblutet" oder schließlich irgendwann von Rebkrankheiten dahingerafft, steht der Rebe -theoretisch- ein ewiges Leben bevor. Über das Prädikat "ältester Weinberg der Welt" wird immer wieder diskutiert, immer wieder tauchen irgendwo rekordverdächtige Reb-Antiquitäten auf. Die ältesten, noch in erwähnenswertem Ertrag stehenden Reben befinden sich nach Information des Shop-Betreibers im Anbaugebiet Madiran in Südwestfrankreich. Ihr Pflanzjahr ist mangels Katastererfassung noch nicht genau dokumentiert und wird in der napoleonischen Zeit vermutet, also vor rund 200 Jahren. Annähernd ebenso alte Tempranillo-Reben stehen vereinzelt in Nordwestspanien im Anbaugebiet Toro. Allerdings soll es in Rhodt, einem kleinen Winzerdorf in der Südpfalz, einen noch älteren, allerdings winzigen Weingarten mit ca. 400 etwa 350-400 (!) Jahre alten Traminer- und Weissburgunder-Stöcken (Pflanzjahr irgendwann um 1600 !!!) geben, die tatsächlich noch Jahr für Jahr ein paar hundert Flaschen hervorbringen. An der Süd-Rhone in der Gegend von Avignon (mit Chateauneuf-du-Pape, Gigondas, Rasteau und anderen Winzerdörfern) stehen im größeren Umfang noch Grenache-Reben aus den frühen 1880er Jahren, ebenso im spanischen Priorat, im Gebiet Toro Tinta de Toro-Reben (alias Tempranillo) aus den 1860ern und sogar noch weit davor. In Australien existieren etliche Shiraz-Reben aus den späten 1840ern, in Kalifornien Zinfandel-Stöcke aus den frühen 1860ern und in Deutschland, v.a. an Mosel und Saar noch einige Riesling-Reben aus der Kaiserzeit um 1880 und sogar noch davor (einzelne Parzellen bis Pflanzjahr 1850). So verwundert es nicht, dass es vor allem diese genannten Gebiete sind, die vermehrt mit Alte-Reben-Weinen in Erscheinung treten. In vielen anderen, bisweilen sehr renommierten Regionen sind diese dagegen kaum mehr zu finden, setzt man hier doch leider immer noch vermehrt auf die vermeintliche "Kraft", d.h. vor allem Ertragsstärke, jüngerer Rebanlagen. Aus diesen Regionen wird auf dieser Homepage nur selten etwas angeboten werden können.

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